Elektronische LKW-Maut kommt in Polen zum 1. Juli 2011
Die Generall Direktion für Strassen und Autobahnnen (GDDKiA) unterschrieb am Dienstag einen Vertrag mit der Firma Kapsch, der den Aufbau eines elektronischen Maut-Systems in der Mikrowellen-Technologie vorsieht, gibt gazeta.pl bekannt. Am 1. Juli 2011 sollen die heute verwendeten Vignetten durch das neue System ersetzt werden.
Die LKWs werden mit einem Sender ausgestattet werden müssen. Die Gebühr wird je nach Anzahl gefahrener Kilometer berechnet. Das neue System wird anfangs auf 1.800 km Autobahnen, Schnell- und Landstrassen installiert werden. Kapsch bekommt für die Verwaltung , die 8 Jahre dauern soll, 4,9 Mrd. Zlotys (ca. 1,25 Mrd. Euro). Der polnische Staat soll bei einer Gebühr von 0,46 Zlotys / Km (ca. 11,6 Cents) je nach Jahr von 360 bis 3.700 Millionen Zlotych kassieren können.
Der angenommene Preis von 46 Groschen macht den Logistik- und Transportunternehmern grosse Sorgen: ggü. einer Jahres-Vignette , die z. Zt. ca. 3.000 Zlotys kostet, bedeuten 46 Groschen/Km eine beinah Verdreifachung der Kosten. Diese deutliche Erhöhung der Transportkosten müsste auf den Endverbraucher letztendlich abgewältzt werden.
Bartek
Bartek ist Finanz- und Wirtschaftsexperte und lebt in Warschau. Er beschäftigt sich intensiv mit Kurs- und Finanzmarktentwicklungen, ist aber auch politisch, sportlich und gesellschaftlich interessiert.
3 Responses to Elektronische LKW-Maut kommt in Polen zum 1. Juli 2011
Hinterlasse eine Antwort Antworten abbrechen
Neue Kommentare
Blogverzeichnisse
Polen.pl auf Facebook
Werbung







Weitere Informationen zur mittlerweile eingeführten Maut finden sich in diesem Artikel unter http://www.polen.pl/einfuhrung-der-elektronischen-maut-in-polen/
[...] dem technischen Aufbau wurde, wie wir 2010 im Oktober und November berichteten, die Firma Kapsch aus Österreich [...]
Mit einer VAT-Erhöhung und dieser Maut wird das Jahr 2011 wohl ein ziemlich teures werden, für die polnische Bevölkerung. Bleibt abzuwarten was diese Veränderungen für die Wirtschaft bringen … und den Staatsverschuldungen.